20. November - 20 Jahre UN-Konvention über die Rechte des Kindes

November 20th, 200910:14 @ LifeStyleSite.De Redaktion

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20. November - 20 Jahre  UN-Konvention über die Rechte des Kindes

Laut UNICEF wächst fast jedes zweite Kind in Kriegs- und Krisenländern auf . Deshalb ruft UNICEF anlässlich des 20. Jahrestages der UN-Konvention über die Rechte des Kindes dazu auf, Kinder in den Kriegs- und Krisengebieten besser zu schützen.

In Artikel 38 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes heißt es: „Die Vertragsstaaten treffen alle durchführbaren Maßnahmen, um sicherzustellen, dass von einem bewaffneten Konflikt betroffene Kinder geschützt und betreut werden.“ Hierzu sind aus der Sicht von UNICEF stärkere Anstrengungen notwendig:

  • Gezielte Hilfe für Kinder: Es müssen ausreichend Mittel bereitgestellt werden, um die Grundversorgung von Kindern mit Nahrung, Wasser, medizinischer Hilfe, Unterkunft und Schulen in Krisenregionen sicher zu stellen.
  • Kampf gegen Rechtlosigkeit: Internationale Standards zum Schutz von Kindern müssen durchgesetzt werden. Kinder- und Menschenrechtsverletzungen in Kriegsgebieten müssen dokumentiert und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.
  • Prävention: Die Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen muss dazu genutzt werden, um Konflikten vorzubeugen. Nach dem Ende von Konflikten müssen gezielte Programme zur Wiedereingliederung, Versöhnung und Friedenserziehung gestartet werden.

maedchen_ohne„Ich habe zwar keine Hände mehr, aber eine Stimme“, schreibt Mariatu Kamara in ihrer Biographie, die jetzt im Pattloch-Verlag erschienen ist. Sie ist nun UNICEF-Sonderbotschafterin für Kinder im Krieg, denn sie hat die Gewalt am lebendigen Leib gespürt.
Und mit ihr, ihre ganze Familie und viele tausende unschuldige Opfer.
Von 1991 bis 2002 tobte ein blutiger Bürgerkrieg in Sierra Leone. Mariatu war zwölf Jahre alt, als sie von dem Mann, dem sie versprochen war, vergewaltigt und schwanger wurde.
Auf dem Weg in ein Nachbardorf geriet sie ein paar Tage später in einen Hinterhalt der Rebellenorganisation RUF. Kindersoldaten hackten ihr mit einer Machete beide Hände ab, damit sie nie ein Kreuz auf einen Wahlzettel machen kann. Schwer verletzt gelangte sie in ein Flüchtlingslager in der Hauptstadt Freetown. Dort brachte sie auch ihr Kind zur Welt, das schon wenige Monate später an Unterernährung starb.
Doch Mariatu gab nicht auf. Sie bettelte auf den Straßen um ihren Lebensunterhalt und schloss sich einer Theatergruppe an, die ihr bei der Bewältigung der schrecklichen Ereignisse helfen konnte.
Durch die Berichterstattung in internationalen Medien wurde eine Pflegefamilie in Kanada auf sie aufmerksam. Sie konnte dorthin ausreisen, lernte Lesen und Schreiben und veröffentlichte 2008 ihre Biographie, die sofort in zehn Sprachen übersetzt wurde.

Pattloch 2009

ISBN: 978-3-629-02229-5

www.pattloch.de

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