Kurzinhalt
Helen hat all das wovon viele nur träumen – eine wunderbare Tochter, einen liebevollen Ehemann, sie hat Erfolg im Beruf und steht im Mittelpunkt eines großen Freundeskreises. Doch als sie Depressionen bekommt, droht sie den Halt zu verlieren. Mann, Familie, Freundeskreis, es gibt niemanden, der sie auffangen könnte. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich von allen ab, die sie lieben. Nur zu einer geheimnisvollen jungen Frau fühlt sie sich hingezogen. Sie scheint ein ähnliches Schicksal zu haben, doch kann sie Helen helfen, ihre Krankheit zu besiegen?
Hintergrund
HELEN ist ein Film über eine Frau, die um ihr Leben und ihre Familie kämpft; über ihre Reise in die Hölle und zurück. Die erschütternde Liebesgeschichte erzählt von Freundschaft, Mut, Hingabe und von der Macht der Liebe über den Tod. HELEN ist der erste englischsprachige Spielfilm der Regisseurin und Autorin Sandra Nettelbeck.
Die internationale Kinoproduktion mit Ashley Judd (HEAT/DIE JURY) in der Titelrolle feierte Weltpremiere beim diesjährigen Sundance Filmfestival 2009 und ist mit Goran Visnjic (ZAUBERHAFTE SCHWESTERN/EMERGENCY ROOM) und Lauren Lee Smith (LIEBE MICH/CSI) in den weiteren Rollen ebenfalls hochkarätig besetzt.
Sandra Nettelbecks internationaler Erfolg BELLA MARTHA wurde vor kurzem in den USA mit Catherine Zeta-Jones in der Hauptrolle neu verfilmt (deutscher Titel: REZEPT ZUM VERLIEBEN).
Interview mit Sandra Nettelbeck (Buch und Regie)
Warum haben Sie sich für diese schwierige Thematik interessiert?
1995 hat sich eine Freundin nach einem jahrelangen und vergeblichen Kampf gegen ihre Krankheit das Leben genommen. Depression und die Bedrohung, die sie bedeutet, hat in meinem Leben in vieler Hinsicht stets eine große Rolle gespielt – und mir ist bis heute noch niemand begegnet, der nicht direkt oder indirekt von ihr betroffen ist. Doch die meisten Menschen wissen nach wie vor sehr wenig über die Krankheit, und oft gar nichts über die möglichen extremen Ausmaße, die sie annehmen kann. Die Zahlen sind erschreckend: Laut offiziellen Schätzungen wird Depression bis zum Jahr 2020 die Weltbevölkerung mehr gesunde Lebensjahre kosten als Krieg, AIDS und Krebs zusammen.
Andrew Solomons Artikel im New Yorker 1998, der seine eigenen Erfahrungen mit der Krankheit schildert, hat mich dazu ermutigt, die Geschichte von HELEN zu entwickeln. Wie kann die Krankheit es schaffen, selbst die stärksten Bindungen in unserem Leben zu zerstören: die Liebe zu einem Mann oder einer Frau, zu Mutter und Vater, selbst zu deinem eigenen Kind? Ich will von Menschen erzählen, die alles richtig machen, die alles haben und sich über alles lieben, Menschen, die glücklich und in Sicherheit zu sein scheinen – um sie dann diesem Schicksal auszusetzen. Depression zerstört Kommunikation. Aber Liebe, Beziehungen, Geschichten, das alles gäbe es nicht ohne Kommunikation. Wie erzähle ich also die Geschichte über eine kleine Gruppe sich liebender Menschen, die die Fähigkeit verlieren, diese Liebe zu kommunizieren, zu teilen, entgegenzunehmen, ohne dass sie daran die geringste Schuld tragen.
Es kann nicht einfach gewesen sein, diesen Film zu finanzieren?
Nein. Es hat insgesamt zehn Jahre gedauert. Viele Leute schrecken zurück vor diesen Themen, vor den vermeintlichen „downers“. HELEN behandelt ein sehr schwieriges und tragisches Thema – aber es ist auch eine Liebesgeschichte, und am Ende ein Film voller Hoffnung.
Helen ist keine einsame Frau, ihr Mann und ihre Tochter lieben sie, sie hat einen tollen Beruf, der Familie geht es materiell gut, es scheint keinen Grund für ihre Erkrankung zu geben. Warum unternimmt das Buch keinen Versuch, eine Ursache für Helens Depression zu finden?
Der Film stellt eindeutig fest: Es muss keine soziale oder emotionale Ursache geben für eine Depression. Helen ist nicht unglücklich, sie ist krank. HELEN ist kein Selbsthilfe-Film. Es ist eine intime und persönliche Geschichte, die sehr nah bei der Hauptfigur bleibt, sie nicht von außen und wie eine Patientin betrachtet. Der Film bewahrt weitgehend Helens Perspektive, erklärt nicht alles, liefert keine fertigen Antworten und mutet manchmal so unergründlich an, wie die Krankheit selbst.
Was hoffen Sie, was das Publikum am Ende aus dem Film mitnimmt?
Vielleicht ein neu gewonnenes Verständnis dafür, was einem selbst oder jemandem, den man kennt und liebt, widerfährt. Mut, sich Hilfe zu suchen, den Kampf aufzunehmen und nicht aufzugeben.
Trailer
Überblick
Titel: Helen
Kinostart: 26.November 2009
Website: www.helen-derfilm.de
Buch, Regie: Sandra Nettelbeck
Produzentinnen: Christine Haebler, Judy Tossell
Besetzung
Helen: Ashley Judd
David: Goran Visnjic
Mathilda: Lauren Lee Smith
Julie: Alexia Fast
Dr. Sherman: Alberta Watson
Frank: David Hewlett
Susanna: Leah Cairns
John: David Nykl
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November 8th, 2009 → 3:46 @ LifeStyleSite.De Redaktion
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